The Black Sheep – Politics

Releasedatum:
14.02.2014

Vier Frauen. Viel Power. Volle Sympathie.

Der zweite Longplayer „Politics“ macht eingängig und extravagant deutlich – wirklich guter Pop-Rock kommt nicht zwangsweise aus Schweden und auch vor männlicher Konkurrenz brauchen sie sich wirklich nicht zu scheuen.

„Politics“ setzt genau da an, wo das facettenreiche Debut-Album aufgehört hat und legt noch eine ordentliche Schippe oben drauf!

The Black Sheep nahmen ihre elf emotionsgeladenen Songs im fantastischen Level3-Studio in Essen mit Dominic Paraskevopoulos auf, welcher schon zahlreiche Bands der härteren Gangart wie Caliban oder Kreator produzierte, und so auch mit Gitarristin Johanna eine Gitarren-Wand erzeugen konnte, die zu keiner Zeit aufgesetzt wirkt.

Songs wie „Leaders Of The World“ oder „Do Or Die“ kommen mit der gewohnten Sound-Wucht, wie die des Rock-Krachers „You can´t push me“ vom Vorgänger-Album daher – gewürzt mit erwachsenerer Vielschichtigkeit der Arrangements und werden den detailverliebten Zuhörer zu genüge beanspruchen.

Auf der anderen Seite kann man bei der intimen Akustik-Ballade „Fireless“ eine Stecknadel fallen hören. Aber auch der einzige Coversong des Albums „Motorcycle Emptiness“ aus dem Jahre 1992 von den Manic Street Preachers fügt sich hervorragend in das Gesamtbild jener Band, welche zu jener Zeit teilweise noch aus der Flasche getrunken hat.

Aber vor allem der Song „Politics“, dem das Album seinen Namen verdankt, strotzt mit seinem akustisch angehauchten Gewand und einem imposanten Streicher-Arrangement vor Emotionalität und positiver Melancholie.

Warum also weiter Worte darüber verlieren? Wer es hört, kommt nicht umher die neue Scheibe in den Händen halten zu wollen. Wer es verpasst, ist selber schuld!